The Carpark

By estebanra@gmail.com, 02.2018

The Carpark

The Carpark (Dovilė Aleksaitė, Eleanor Aylett-Jones, Esteban Rivera, Tilmann Teske) installation analysed the premises of the former Hitler´s Bunker in Berlin-Mitte between Wilhelmstraße and Gertrud-Kolmar-Straße which nowadays is used as a parking lot.

“The Carpark” befasst sich mit der Untersuchung zum öffentlichen Raum Berlins.

Die Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet” (Benjamin 1940: 137)

“The Carpark” ist ein experimentelles Werk, das aus einer interdisziplinären Gruppenarbeit entstanden ist. Die Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Architektur und den zeitbasierten Medien. Der Schauplatz von “The Carpark” ist ein Parkplatz in Berlin Mitte. Er befindet sich zwischen der Wilhelmstraße und der Gertrud—Kolmar-Straße, dem Gelände auf dem der Führerbunker stand und Hitler Suizid beging.

Viele Touristen suchen heute diesen geschichtsträchtigen Ort auf und werden mit einer einzigen Informationstafel auf einem großen Parkplatz zurückgelassen.   

Am 07.10.2015 von 15-16 Uhr wurde das Gelände von der Arbeitsgruppe quantitativ erfasst. Es wurde ein Lageplan angefertigt, mit dessen Hilfe quantitative Daten erhoben wurden. Menschen, Tiere und Pflanzen wurden gezählt, ebenso wie Objekte. Alles wurde möglichst objektiv in die quantitative Datenerhebung miteinbezogen. Des Weiteren wurden kleinere Situationen beobachtet und so wenig wie möglich kommentiert.

Aus der beschriebenen kollektiven Beobachtung entstand ein Text, der die Basis für die Arbeit ist. Mit “The Carpark” soll ein unbefangener, objektiver Blick auf dieses Gelände, auf diesen Ort, möglich werden.

Die künstlerische Arbeit bedient sich elementaren Methoden aus der Wissenschaft und betreibt diese in einem anderen Kontext. So findet sie ihre eigene poetische Sprache, die eine vermeintliche Objektivität infrage stellt und dem Betrachter nichts erklären will über die Geschichte dieses Ortes. Der Methode des quantitativen Beobachtens als künstlerische Strategie mit poetischem Ergebnis hat sich vor allem der Autor George Perec bedient. Er und sein Werk “An Attempt At Exhausting a Place in Paris” waren für diese Arbeit eine große Inspiration.

Quellen:

Benjamin, W. (1940): Über den Begriff der Geschichte. In: Honols A. (2007): Walter Benjamin Erzählen. Schriften zur Theorie der Narration und zur literarischen Prosa. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 2007.

DEMO:POLIS – The Right to Public Space exhibition took place at Academy of Arts (Akademie der Künste) 12 March until 29 May, 2016. Students from the class Experimental Film / Media art UdK together with students from TUB Berlin were part participating there as part of Media Lab Berlin (Albert Lang, Jörg Stollmann, TUB, Thomas Arslan, Nina Fischer, UdK). Three collaborative projects were developed during this time.